Musik
Jazz
Definition:
Jazz ist eine Musik-Form, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Verbindung afrikanischer und europäischer Musiktraditionen entstanden ist.
Von der Sklavenmusik zur Kunstmusik
In den Anfängen wurde sie hauptsächlich von der afroamerikanische Bevölkerung der USA geprägt. Die Wurzeln des Jazz liegen in den Gospels und dem Blues der Sklavenarbeiter in den USA. Im Laufe seiner Entwicklung hat sich der Jazz immer weiter entwickelt. Die Entwicklung ging dabei immer weiter weg von einer Tanzmusik hin zu einer Kunstmusik, die im Konzertsaal konsumiert wurde.
Komplexität und Lebensfreude
Die musikalischen Bestandteile entwickelten sich innerhalb des Jazz immer weiter von einer einfachen Song- und Rhythmusstruktur hin zu komplexen und virtuosen Strukturen. Den bedeutendsten Einsschnitt im Laufe des 20. Jahrhunderts stellt für viele Historiker das Erscheinen des Bebop dar. Ausgehend von bestehenden Kompositionen aus Musicals wurden die Stücke re-arrangiert und mit neuen musikalischen Inhalten versehen. Vor allem eine kunstvolle Improvisation und die Ausreizung der harmonischen Strukturen sind Merkmale des Jazz. Stilistisch weist der Jazz einige Merkmale auf, die ihn charakterisieren. Eine bestimmte Form der Rhythmik, harmonische Wendungen, die Betonung der Improvisation, die Verwendung bestimmter Instrumente oder Besetzungen, die gleichberechtigte Behandlung solierender Instrumente gegenüber dem Gesang.
Jazz integriert Stile europäischer Kunstmusik
Durch die Entwicklung, die der Jazz in Europa nahm, erweiterte er sein stilistisches Spektrum um die europäische Kunstmusik. Durch die Verbindung feststehender Kompositionen und Ensembles mit den improvisierenden Elementen des Jazz wurde er mehr und mehr der Kunstmusik zugeordnet.